Der russische Entzug

Dieser Entzug gilt auch für Personen die nicht direkt russisch aber irgendwo Ableger der ehemaligen Sowjetunion sind, bis hin zu Polen, Litauen und Ukrainer. Ausgezeichnet durch oberflächlich abgebrühte Härte, schließlich verträgt so ein Russe was. Hilfsmittel gegen den Entzug? Wer braucht das schon? Nein, eigentlich könnte es auch ein kalter Entzug sein, aber ganz so krass muss es dann auch nicht sein. Aber da wird schon mal deutlich schneller reduziert als nötig.

Und dann wenn der Entzug so richtig heftig wird, dann brechen sie leider doch oft ein. Es wird um Medis gefeilscht und gebettelt, die man nicht ausgeben kann und die auch nichts bringen würden, denn die Chance ist bereits vertan. Und dann ist man als Pfleger natürlich der badguy und es fallen russische Worte die definitiv keine Komplimente sind. Irgendjemand muss ja die Schuld haben und das können doch nur die Penner sein, die es von Anfang an besser wussten und ihre Hilfe angeboten haben als sie noch etwas genutzt hätte.

Und wenn der knallharte Russe es doch übersteht und nicht abbricht, dann steht die Therapie oder Entlassung kurz bevor…und der Russe hat nichts besseres vor als einen Rückfall noch auf Station zu bauen. Kein Cleanschein, kein positiver Arztbrief der den Entzug bestätigt und die nächste Aufnahme ist damit auch erst einmal ruiniert…wenn nicht von uns, dann von der Krankenkasse.

Der russische Entzug…manchmal doch etwas zu kalt für einen wirklichen Entzug.

 

28.8.09 13:40

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