Der mediterane Entzug

Heute die erste Folge der Reihe: Unterschiedliche Kulturen - unterschiedliche Entzüge.

Der mediterane Entzug betrifft, wie der Name schon sagt, im Regelfall den Südländer. Meist Italiener, aber auch Türke, Spanier oder derweiteren mehr. Diese Volksgruppen zeichnen sich im Entzug dadurch aus, dass sie zu Beginn meist extrem freundlich, zum Teil regelrecht devot und unterwürfig erscheinen. Mit zunehmender Entgiftung wandelt sich das Bild jedoch und die Patienten werden zunehmend wehleidig, weinerlich, jammernd und schließlich auch gerne mal sehr gereizt. Das geht dann soweit, dass sie das Pflegepersonal oder Mitpatienten beleidigen und beschimpfen. In dieser Phase sollte man die Personen möglichst in Ruhe lassen, aber selbst das reicht nicht immer aus um einen Wutanfall zu verhindern, denn es ist gerne mal die kleinste Kleinigkeit die das brodelnde Fass zum überlaufen bringt. Wo am Anfang hinter jeder Anfrage noch ein zartes 'Bitte' kam, gibt es in der heißen Phase des Entzuges nur noch Forderungen ohne jede Kompromissbereitschaft. Das führt dann nicht selten zu Konfrontation, wenn der Patient etwas fordert, was nicht angeordnet ist und nicht so einfach gegeben werden kann oder aber wenn das Pflegepersonal es nicht verantworten kann ein verlangtes Medikament auszugeben...

7.8.09 16:06

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